Über Beanie
Kaffeeredakteurin und Heimbarista bei Cafori.com.
Beanie begann mit Kaffee wie die meisten Menschen: mit einer Filterkaffeemaschine, einem Paket Supermarktkaffee und der festen Überzeugung, dass es so durchaus reicht. Bis sie eines Morgens bei einem Freund zu Hause eine Espressomaschine ausprobierte, eine Tasse zubereitete, die sie zunächst gar nicht als Kaffee erkannte, und feststellte, dass sie all die Jahre etwas völlig anderes getrunken hatte.
Das war der Beginn einer Obsession, die sie selbst am liebsten als eine angenehme Form des Nie-Aufhörens-mit-dem-Lernen beschreibt.
Seitdem hat Beanie in ihrer eigenen Küche nahezu alles getestet, was es über Kaffee zu testen gibt. Sie hat Kaffee auf genau 92 Grad abkühlen lassen, ein Thermometer dabei gehalten und festgestellt, dass der Unterschied zu 96 Grad wirklich schmeckbar ist. Sie hat French-Press-Timer sekundengenau gestoppt, ihren Mahlgrad in Viertelschritten angepasst und drei Sorten Zitronensäure ausprobiert, bevor sie zu dem Schluss kam, dass eine Marke die Maschine tatsächlich besser reinigt als die anderen.
Nicht weil sie muss, sondern weil sie es wissen will.
Was Beanie in ihr Schreiben einbringt, ist genau das: die Neugier von jemandem, der es selbst gemacht hat. Nicht aus einem Lehrbuch, sondern von einer Küchentheke, auf der inzwischen eine beachtliche Menge Kaffeezubehör steht. Sie schreibt über Kaffee so, wie sie ihn erlebt: konkret, ehrlich und ohne Schnörkel. Wenn etwas enttäuscht, sagt sie das. Wenn eine Technik in der Praxis anders ausfällt als die Theorie, schreibt sie es auf.
Sie trinkt ihren Kaffee am liebsten schwarz, kennt aber genug Menschen, die das nicht tun, und versteht, warum.
Beanies Beiträge decken das gesamte Kaffeespektrum bei Cafori.com ab: von wie man einen Ristretto feinjustiert und welche Milch am besten aufschäumt, bis hin zu was der Unterschied zwischen Arabica und Robusta ist und warum man seinen Senseo eigentlich öfter entkalken sollte, als man denkt.
Was Beanie trinkt: Morgens einen Doppio mit dem Altezza Slow Roast, tagsüber einen Lungo aus Gran Maestro Italiano Kaffeebohnen, wenn die Arbeit nicht vorangeht, und abends manchmal einen Decaf-Espresso, wobei sie sich selbst sagt, dass sie nicht vom Kaffee abhängig ist, sondern vom Ritual.