Die Entstehung: Soldaten und Espresso in Europa
Die gängigste Geschichte über den Ursprung des Americanos führt ins Europa der 1940er Jahre. Amerikanische Soldaten, die während des Zweiten Weltkriegs in Italien stationiert waren, bestellten in den Kaffeebars ihre gewohnte Tasse Kaffee — und bekamen einen Espresso serviert. Der war für ihren Gaumen zu klein und zu intensiv.
Die Lösung war simpel: Sie füllten ihre Espressotasse mit heißem Wasser auf, bis das Volumen und der Geschmack dem ähnelten, was sie von zu Hause kannten. Ein großer, milder, schwarzer Kaffee. Die Italiener nannten diese Variante kurzerhand „Caffè Americano" — der amerikanische Kaffee.
Ob diese Geschichte exakt so stattgefunden hat, lässt sich nicht mit Sicherheit belegen. Aber sie beschreibt treffend, was den Americano ausmacht: ein Espresso, der kulturell übersetzt wurde, ohne seinen Kern zu verlieren.
Was den Americano auszeichnet
Ein Americano ist ein Espresso, der mit heißem Wasser verlängert wird. Die klassische Proportion ist 50 % Espresso und 50 % Wasser — in der Praxis also etwa 30 ml Espresso auf 120 bis 150 ml heißes Wasser, je nach Vorliebe. Das ergibt eine Tasse von 150 bis 200 ml.
Was ihn von einem Filterkaffee unterscheidet, ist seine Espresso-Basis. Filterkaffee wird durch Schwerkraft und Perkolation ohne Druck zubereitet. Der Americano beginnt mit einer Hochdruckextraktion bei 9 bar — das konzentriert die Aromen, entwickelt die charakteristische Crema und gibt dem Kaffee einen runden, vollen Körper, den Filterkaffee nicht erreichen kann.
Das Ergebnis: ein Kaffee mit mehr Tiefe als Filterkaffee, mehr Volumen als ein Espresso und einer sanften, zugänglichen Bitterkeit, die zu jeder Tageszeit passt.
Der Americano ist der Beweis, dass eine gute Idee keine komplizierte Technik braucht. Espresso und heißes Wasser — und doch ist das Ergebnis mehr als die Summe seiner Teile.
Americano, Lungo oder Filterkaffee?
Die drei Kaffees ähneln sich, unterscheiden sich aber in Technik und Geschmack.
- Americano: Espresso (~30 ml) mit heißem Wasser nach der Extraktion aufgegossen. Runder, milder Geschmack mit leichter Crema. Volumen frei anpassbar.
- Lungo: Wie ein Espresso, aber mit mehr Wasser während der Extraktion (~90-110 ml). Das Wasser fließt länger durch den Kaffee — der Lungo ist etwas bitterer als der Americano.
- Filterkaffee: Ohne Druck, durch Perkolation zubereitet. Leichter, klarer im Geschmack, keine Crema. Für einen großen, langen Kaffee geeignet, der sich weniger auf den Espressocharakter stützt.
Kurz gesagt: Der Americano ist der sanfteste Weg, die Welt des Espressos in einem größeren Volumen zu genießen.
Der Americano heute — und wie Sie ihn zubereiten
Der Americano ist heute auf jeder Kaffeekarte der Welt zu finden — von Mailand bis Melbourne, von Berlin bis New York. Er ist der meistbestellte Kaffee in vielen englischsprachigen Ländern und ein Klassiker, der nie aus der Mode kommt.
Die Zubereitung ist einfach: Gießen Sie zuerst heißes Wasser in die Tasse, dann fügen Sie den Espresso hinzu. Diese Reihenfolge erhält die Crema an der Oberfläche und bewahrt die aromatische Komplexität des Espressos. Passen Sie die Proportion nach Ihrem Geschmack an — von 1:1 für einen kräftigen Americano bis 1:3 für eine milde, große Tasse.
Für den besten Americano empfehlen sich Bohnen mit einer medium bis medium-dark Röstung und einem ausgewogenen, aromatischen Profil. Entdecken Sie unsere Auswahl bei Cafori.com — von klassischen italienischen Mischungen bis hin zu 100 % Arabica-Varianten.
Bei Cafori steht Qualität immer an erster Stelle. Deshalb werden alle unsere Kaffees vom Cafori-Expertenpanel sorgfältig verkostet und getestet. Nur Kaffees, die in Geschmack, Aroma und Qualität überzeugen, verdienen einen Platz in unserem Sortiment. Sorgfältig verkostet, garantiert köstlicher Kaffee.